Audio-Transcoding

Die Original-Tonspuren besonders der Blu-ray und manchmal auch der DVD sind zu groß, um unverändert ins Encoding übernommen zu werden. Deswegen wandeln wir sie in ein platzsparenderes Format um. Außer beim verlustlosen FLAC als Zielformat ist das mit einem gewissen Qualitätsverlust verbunden, der allerdings im Vergleich zur eingesparten Dateigröße moderat ausfällt. Falls wir die Originaltonspur so wie sie ist übernehmen, können wir den kompletten Transcoding-Prozess überspringen. Die Tonspur muss dann später nur unverändert in den endgültigen Container gemuxt werden.

Ganz praktisch haben wir zwei Tools zur Verfügung.

  • Die Kombination aus FFmpeg, SoX und den jeweiligen Encodern ist das modernere Verfahren. Damit stehen uns so gut wie alle Möglichkeiten offen, den Ton zu bearbeiten und in ein beliebiges Format zu transcodieren. Allerdings ist der FFmpeg/SoX-Ansatz verglichen mit BeSweet manchmal etwas komplizierter, und wir arbeiten komplett an der Konsole.
  • BeSweet mit seiner grafischen Oberfläche BeLight ist die klassische Methode des Audiotranscodings. Die Möglichkeiten sind nicht ganz so grenzenlos wie bei FFmpeg/SoX, für unser übliches Platzspar-Trancoding reicht es aber problemlos aus. Nur den auf der Blu-ray weit verbreiteten DTS-Ton können wir per BeSweet nicht verarbeiten. Auch FLAC und Apple-AAC als Zielformate funktionieren nicht.

Unabhängig von der offensichtlichen Sache mit DTS und FLAC haben beide Ansätze ihre Vor- und Nachteile. Ich bin mir selbst noch nicht wirklich im Klaren darüber, was genau wann, wie und warum optimal ist. Deshalb sehen wir uns beides im Detail an.

Auch die Encoding-Frontends (StaxRip & Co.) bringen Möglichkeiten zum Audio-Transcoding mit, die allerdings nicht den vollen Funktionsumfang von BeSweet oder FFmpeg abdecken. Solange wir nur die Standardfunktionen benötigen, spricht wenig dagegen, das Transcoding vom Frontend durchführen zu lassen. Im Hintergrund ist sowieso BeSweet oder FFmpeg für die eigentliche Arbeit zuständig.

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